Secret Garden… Balladenwochenende

Für Christiane

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Eine Ballade vom Traumland von Algernon Charles Swinburne

Ich barg mein Herz in einem Nest aus Rosenlaub,
das hat den glühenden Blick der Sonne gestillt,
einem Bett, weicher als der Schneekristalle Staub.
Ich hab mein Herz unter Rosen gehüllt.
Warum sollte es nicht schlafen? Warum beben,
wenn nie sich rührte ein Rosenblatt unter ihm bang?
Was ließ es mit den Flügeln flattern im Schlaf und schweben?
Einzig eines verborgenen Vogels Gesang.

Lieg still, sprach ich, Windes geschlossene Schwingen sind taub,
und der Sonne scharfer Pfeil wird am Laube mild.
Lieg still, der Wind überm Meer ist Schlummers Raub,
und doch ist der Wind mehr als du so wild.
Ist ein Bild in dir, an dem Dornes Blutstropfen kleben?
Frißt an dir unerfüllter Hoffnung beißender Drang?
Was macht deines Schlafes Lippen erbeben?
Einzig eines verborgenen Vogels Gesang.

Der Name des grünen Lands unter der Lieder Laub,
das der Reisende findet auf keiner Landkarte Bild,
er ist so süß wie seiner Blumen Blütenstaub,
keine von ihnen ward je eines Händlers Raub.
Traumes Schwalben über seinen matten Fluren schweben,
und aus Träumen weht in seinen Wipfeln ein Klang,
kein Hundegebell weckt den Hirsch unter wilden Reben,
einzig eines verborgenen Vogels Gesang.

Geleit

In die Welt der Träume verschloß ich mein Leben,
den Sommer zu verschlafen und zu hören keinen Klang
von wahrer Liebe oder tändelnder Reime Weben,
einzig eines verborgenen Vogels Gesang.

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35 Gedanken zu „Secret Garden… Balladenwochenende

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